Kirche im Fokus: Protestanten wollen Zukunft nicht Extremisten überlassen
Die EKD will angesichts tiefgreifender Veränderungen der Demokratie den Dialog zwischen den Generationen stärken und Populisten entschieden entgegentreten. Auf der Synode in Würzburg forderte Ratsvorsitzende Fehrs, die Zukunft nicht Extremisten zu.
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will angesichts tiefgreifender Veränderungen der Demokratie den Dialog zwischen den Generationen stärken und Populisten entschieden entgegentreten. Zum Auftakt der EKD-Synode in Würzburg sagte die Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs, Demokratie brauche Streit, vor allem aber die Achtung der politischen Kontrahenten voreinander. An Populisten und Extremisten dürfe man sich nicht nur abarbeiten, sondern müsse
mit einer eigenen Agenda antworten und deutlich machen, wofür man stehe.Die Kirche agiere überparteilich, müsse aber Ungerechtigkeit und politische Versäumnisse benennen können. Fehrs sprach sich dafür aus, ein AfD-Verbotsverfahren zu prüfen. Zugleich müsse Kirche im Gespräch bleiben mit Menschen, die sich von der Demokratie abwendeten, und die Zukunft nicht Extremisten überlassen. Dass diese liberale Demokratie derzeit schweren Angriffen ausgesetzt sei, beunruhige sie nachhaltig, sagte Fehrs.Die 7.
Tagung der 13. Synode der EKD findet bis zum 11. November in Würzburg statt und steht unter dem Motto „Gemeinsam weiter – Kirche als Werkstatt für Demokratiebildung und intergenerationales Lernen als Ausdruck gelebten Glaubens“. Als Gast wird am Dienstag Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet. Die Synode ist das Kirchenparlament der EKD, zu der knapp 17,4 Millionen Menschen zählen.





