Nach mehr als 500 Produktionen: Filmproduzentin Regina Ziegler gestorben
Die erfolgreiche Film- und Fernsehproduzentin Regina Ziegler ist im Alter von 82 Jahren in Berlin gestorben. Sie produzierte mehr als 500 Filme und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
Die deutsche Film- und Fernsehproduzentin Regina Ziegler ist im Alter von 82 Jahren in Berlin gestorben. Ein Sprecher ihrer Produktionsfirma Ziegler Film bestätigte dies der Nachrichtenagentur dpa. Ziegler wurde am 8. März 1944 in Quedlinburg geboren und galt als eine der einflussreichsten Frauen der Branche. In ihrer über 50-jährigen Karriere gewann sie den Deutschen Filmpreis, den International Emmy und den Grimme-Preis.
Für ihr Lebenswerk wurde sie 2012, 2016 und 2018 geehrt.Mitte der 1960er Jahre arbeitete Ziegler als Produktionsassistentin beim Sender Freies Berlin, wo sie den Regisseur Wolf Gremm kennenlernte, ihren späteren Ehemann. 1973 finanzierte sie seinen ersten Kinofilm „Ich dachte, ich wäre tot“, der mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet wurde – der Beginn ihrer Produzentinnenkarriere. Mit nur 29 Jahren machte sie sich mit ihrer Firma Regina Ziegler Filmproduktion selbstständig und etablierte sich schnell in
der von Männern dominierten Branche.Im Laufe ihrer Karriere produzierte Ziegler mit ihrer Firma mehr als 500 teilweise preisgekrönte Filme. Für „Malou“ (1980) erhielt sie den Jury-Preis des Filmfestes Cannes, für den Dokumentarfilm „November Days“ (1990) den Adolf-Grimme-Preis. Große Erfolge feierte sie mit der ARD-Serie „Weissensee“ und der Verfilmung des Musicals „Ich war noch niemals in New York“. Ihre Produktion „The Dutch Master“ wurde für den Oscar nominiert.





