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Argentinien: Javier Milei will mit Patagonien zum KI-Hotspot werden
Wirtschaft

Argentinien: Javier Milei will mit Patagonien zum KI-Hotspot werden

Argentiniens Präsident Milei will das Land zum KI-Hotspot machen. Er lockt Tech-Konzerne mit niedrigen Steuern, wenig Bürokratie und der Weite Patagoniens. Der Körperschaftsteuersatz für große KI-Investitionen soll von 25 auf 15 Prozent sinken.

In Europa und den USA stoßen neue Rechenzentren oft auf Widerstand von Anwohnern und Umweltschützern. Argentiniens ultraliberaler Präsident Javier Milei positioniert sein Land dagegen als idealen Standort für Techkonzerne. Er verspricht wenig Bürokratie, niedrige Steuern und die unberührte Weite der patagonischen Steppe. Das von Wirtschaftskrisen gebeutelte Land erhofft sich dadurch eine neue ökonomische Zukunft als KI-Hub.Der weltweite Bedarf an Rechenleistung für KI wächst

rasant, und die Frage nach dem Standort wird zur volkswirtschaftlichen Schlüsselfrage. Milei setzt auf Deregulierung: »Wir werden künstliche Intelligenz nicht regulieren«, sagte er vor der US-Handelskammer. Er schlug sogar vor, nichtmenschliche Unternehmen zu ermöglichen, die vollständig von KI-Agenten geführt werden. Vertreter von OpenAI, Amazon, Google und Oracle waren bereits in Buenos Aires. Der Rechenzentrumsentwickler Crusoe suchte Gespräche über Investitionen.Patagonien

bietet offene Ebenen, kühles Klima, starke Winde und große Schiefergasvorkommen. Das polnische Unternehmen Green Capital plant ein Rechenzentrum im Wert von drei Milliarden Dollar. Doch Argentinien hat sein Stromnetz vernachlässigt und verfügt nur über 40 Megawatt Rechenzentrumskapazität, weit weniger als Chile mit 400 Megawatt. Milei will mit Steueranreizen gegensteuern: Der Körperschaftsteuersatz für KI-Projekte ab einer Milliarde Dollar soll von 25 auf 15 Prozent sinken.

Redaktion Netzwerte 08.11.2026
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