Ilse Aigner im Porträt: Krisenerprobt, bürgernah - und bald Staatsoberhaupt?
Ilse Aigner hat gute Chancen, erste Bundespräsidentin Deutschlands zu werden. Die CSU-Politikerin gilt als bodenständig und krisenerprobt, ihre Nominierung soll am Montag bekannt gegeben werden.
Ilse Aigner, CSU-Politikerin und derzeitige Präsidentin des Bayerischen Landtags, hat beste Aussichten, die erste Bundespräsidentin Deutschlands zu werden. Ihre Nominierung soll am Montag offiziell bekannt gegeben werden. Aigner, die als bodenständig und bürgernah gilt, war bereits Bundesverbraucherschutzministerin und bayerische Wirtschaftsministerin. Politische Beobachter betonen, dass sie trotz ihrer Erfahrung nie in der ersten Reihe stand, nun aber vor der
größten Aufgabe ihrer Karriere steht.Als Bundesverbraucherschutzministerin von 2008 bis 2013 musste Aigner mehrere Lebensmittelskandale bewältigen, darunter EHEC auf Sprossen, Dioxin in Eiern und Pferdefleisch in Lasagne. Sie setzte konsequente Maßnahmen durch, verhandelte auf EU-Ebene und regelte Ausgleichszahlungen für Landwirte. Obwohl die Opposition sie als „Ankündigungsministerin“ kritisierte, überstand sie die Krisen und erwarb sich den Ruf einer pragmatischen
und lebensnahen Politikerin.Auch ihre bürgernahe Art, etwa mit praktischen Tipps gegen Lebensmittelverschwendung, brachte ihr Sympathien ein, wurde in Berlin aber auch belächelt. Aigner stammt aus einer politisch engagierten Familie im oberbayerischen Feldkirchen-Westerham. Ihr Vater war Elektromeister und CSU-Gemeinderat, und 1990 übernahm sie dessen Sitz im Gemeinderat. Ihr erster politischer Erfolg war die Einrichtung eines Discobusses für Jugendliche.





