EU-Dienst Copernicus: 1,5-Grad-Marke wird 2026 wohl überschritten
Laut dem EU-Klimadienst Copernicus wird die 1,5-Grad-Marke 2026 höchstwahrscheinlich überschritten – zum zweiten Mal nach 2024. Der Oktober war zudem der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen.
Kurz vor der Klimakonferenz COP31 in Antalya meldet der EU-Klimadienst Copernicus ernüchternde Zahlen: Das Jahr 2026 wird die Marke von 1,5 Grad globaler Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit fast sicher überschreiten. Dies wäre nach 2024 das zweite Mal; als offiziell gerissen gilt das Ziel erst im mehrjährigen Durchschnitt. Die Weltgemeinschaft hatte sich 2015 in Paris darauf verständigt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, um
die katastrophalsten Folgen der Klimakrise abzuwenden.Höchstwahrscheinlich werde 2026 das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, schätzt Copernicus; mit 20-prozentiger Wahrscheinlichkeit könnte es sogar den Rekordwert von 2024 übertreffen. Auch für den Vierjahresdurchschnitt 2023 bis 2026 erwarten die Experten einen Wert über 1,5 Grad. Der vergangene Oktober war weltweit der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen: Die durchschnittliche
Oberflächentemperatur lag bei 15,35 Grad, 1,75 Grad über der vorindustriellen Zeit.Es war der dritte Monat in Folge über der 1,5-Grad-Grenze. In Europa war es der zweitwärmste Oktober nach 2022, besonders im Osten und Nordosten des Kontinents. Auch die Meerestemperaturen erreichten für einen Oktober Höchstwerte: Zwischen dem 60. Breitengrad Nord und Süd lagen sie bei 20,95 Grad und übertrafen damit den bisherigen Höchststand von Oktober 2023.





