Sebastián Lelio ist tot: Chilenischer Starregisseur mit 52 Jahren gestorben
Der chilenische Regisseur Sebastián Lelio ist im Alter von 52 Jahren in seiner Heimat gestorben. Mit »Eine fantastische Frau« gewann er 2018 den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film.
Der chilenische Regisseur Sebastián Lelio ist im Alter von 52 Jahren in Chile gestorben. Seine Lebensgefährtin Amalia Kassai gab den Tod auf Instagram bekannt und nannte als Ursache »gesundheitliche Gründe«. Lokale Medien berichteten übereinstimmend, Lelio sei leblos in seinem Haus in Las Condes in der Region Santiago de Chile gefunden worden. Chiles Kulturminister Francisco Undurraga zeigte sich tief betroffen und würdigte Lelios Verdienste, dessen Filme das Land »an die Spitze der audiovisuellen
Welt« geführt hätten.Auch die Schauspielergewerkschaft »Chile Actores« reagierte bestürzt und sprach von einem enormen Verlust für die chilenische Kultur und Filmbranche. Mit »Eine fantastische Frau« gewann Lelio 2018 den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film – bislang das einzige Mal, dass diese Auszeichnung nach Chile ging. Das Werk über das Leben einer Transgender-Frau erhielt zuvor auf der Berlinale den Silbernen Bären für das beste Drehbuch.Bereits 2012 war der
Chilene für ein halbes Jahr als Gast des Künstlerprogramms des Deutschen Akademischen Austauschdiensts nach Berlin gekommen und arbeitete dort am Schnitt seines Films »Gloria«, der 2013 im Wettbewerb der Berlinale uraufgeführt wurde und drei Preise gewann, darunter der Silberne Bär für Hauptdarstellerin Paulina García. Später verfilmte Lelio »Gloria« mit Julianne Moore in der Hauptrolle neu. Lelio blieb mehrere Jahre in Berlin und gründete in Kreuzberg das südamerikanische Restaurant »Gloria«.





