Felix Nmecha: BVB-Fans kritisieren Jubelgeste und Nähe zu evangelikalen Netzwerken
Felix Nmecha steht nach seinem Doppelpack gegen Elversberg in der Kritik der BVB-Fanabteilung. Auslöser ist seine Jubelgeste, die mit evangelikalen Netzwerken wie »Ballers in God« in Verbindung gebracht wird.
Sportlich ist Felix Nmecha einer der Leistungsträger bei Borussia Dortmund, doch nach seinem Doppelpack beim 2:1 gegen die SV Elversberg sieht sich der 26-Jährige scharfer Kritik aus den eigenen Reihen ausgesetzt. Auslöser ist sein Torjubel, bei dem er stets eine imaginäre Krone vom Kopf auf den Rasen legt. Damit will er verdeutlichen, dass nicht er, sondern Jesus Christus König sei.Die Fan- und Förderabteilung des BVB stört sich grundsätzlich nicht an Nmechas sichtbarem
christlichen Glauben, wohl aber an den evangelikalen Netzwerken, die mit der Geste verbunden werden – der Kampagne »The King's Return«, die dem Netzwerk »Ballers in God« nahesteht. In einer Stellungnahme betonte die BVB-Fanabteilung, es gehe »nicht um eine Verurteilung eines Menschen aufgrund seines Glaubens«, sondern um die »klare Abgrenzung von Ideologien und Netzwerken«, deren Aussagen und Aktivitäten mit den Werten eines weltoffenen und vielfältigen Borussia
Dortmund nicht vereinbar seien.Laut Recherchen des ARD-Magazins Monitor wurden im Umfeld von »Ballers in God« Homosexualität als »Sünde« und Abtreibung als »Satans Plan« dargestellt. Religion dürfe »niemals ein Freifahrtschein für Diskriminierung sein«, so die Fanabteilung weiter. Nmechas jahrelang sichtbar gemachte Religiosität sei ausdrücklich kein Teil der Kritik, seine öffentliche Unterstützung der umstrittenen Kampagne gebe aber Anlass zu einer erneuten Einordnung.





