Wo die Menschen in Deutschland am längsten leben
Die Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter, bleibt aber regional unterschiedlich. Baden-Württemberg liegt vorn, im Osten ist der Abstand zwischen Frauen und Männern besonders groß.
Die Lebenserwartung in Deutschland ist einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BIB) in Wiesbaden zufolge im Jahr 2025 im Schnitt weiter gestiegen. Allerdings gibt es deutliche regionale und geschlechtsspezifische Unterschiede. Wer in Baden-Württemberg lebt, wird statistisch gesehen am ältesten: Frauen erreichen dort durchschnittlich 84,6 Jahre, Männer 80,6 Jahre.Männer in Bayern erreichen erstmals exakt die
80-Jahre-Marke und liegen damit zusammen mit den Männern in Baden-Württemberg vorn. Bei den Frauen ist die Lebenserwartung in Baden-Württemberg, Sachsen und Bayern am höchsten. Der größte Unterschied zwischen den Geschlechtern zeigt sich im Osten der Republik: Männer leben dort fast überall mehr als fünf Jahre kürzer als Frauen. Die größte Differenz gibt es in Mecklenburg-Vorpommern mit 6,4 Jahren, den kleinsten Abstand hat das
Saarland mit 3,7 Jahren.Als einen möglichen Grund für diese Unterschiede nennt Pavel Grigoriev, Leiter der Forschungsgruppe Mortalität am BIB, den Tabakkonsum: Starkes Rauchen war im 20. Jahrhundert unter Männern sehr viel weiter verbreitet als unter Frauen, doch der Konsum von Männern ging bereits vor Jahrzehnten zurück, während Frauen erst in den 1970er-Jahren damit begannen. Die negativen Folgen nehmen bei ihnen daher noch zu.





