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Nachruf auf Patrick Stewart: Er konnte Science-Fiction - und Shakespeare
Kultur

Nachruf auf Patrick Stewart: Er konnte Science-Fiction - und Shakespeare

Patrick Stewart, weltbekannt als Captain Picard in „Star Trek“, ist gestorben. Der englische Schauspieler war auch ein leidenschaftlicher Shakespeare-Darsteller.

Patrick Stewart, der als Captain Jean-Luc Picard in „Star Trek: The Next Generation“ weltberühmt wurde, ist gestorben. In Deutschland erlangte er mit dieser Rolle Anfang der 90er-Jahre große Bekanntheit. Später spielte er Professor Charles Xavier in den „X-Men“-Filmen und wird im Dezember noch einmal in „Avengers: Doomsday“ als Professor X zu sehen sein. Geboren 1940 in Mirfield, West Yorkshire, wuchs Stewart als Sohn einer Weberin und eines Soldaten in ärmlichen

Verhältnissen auf.Sein gewalttätiger Vater litt vermutlich unter einem Kriegstrauma. Das Kino bot ihm Auszeiten: „Es waren Filme, die mir die Welt näher gebracht haben“, sagte er. Seine Karriere war von zwei Leidenschaften geprägt: Science-Fiction und Shakespeare. Mit zwölf begann er Theater zu spielen, ab 1966 war er bei der Royal Shakespeare Company. Für seine Verdienste wurde er von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.

Während des Corona-Lockdowns 2020 trug er täglich ein Shakespeare-Sonett auf Twitter vor.Stewart war dreimal verheiratet und hatte zwei Kinder aus erster Ehe. Politisch engagierte er sich in der Labour-Partei und kämpfte vor dem Brexit für ein zweites Referendum. Seine Wertschätzung für die EU begründete er mit seiner Kindheit: „Ich bin ein Kriegskind“, sagte er. Der Beitritt Großbritanniens zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft sei einer der aufregendsten Tage seines Erwachsenenlebens gewesen.

Redaktion Netzwerte 30.10.2026
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