Rettungsmission gescheitert - NASA-Satellit stürzt auf Erde
Der NASA-Forschungssatellit "Swift" ist nach dem Scheitern einer Rettungsmission in die Erdatmosphäre eingetreten und über Indonesien verglüht. Der Satellit hatte jahrelang Gammablitze untersucht.
Der Forschungssatellit "Swift" der US-Raumfahrtbehörde NASA ist in die Erdatmosphäre eingetreten und verglüht, nachdem ein Rettungsversuch gescheitert war. Das Himmelsobservatorium trat nach NASA-Angaben ungefähr über Indonesien wieder in die Erdatmosphäre ein. Damit endet die Mission eines Satelliten, der über Jahre hinweg wichtige wissenschaftliche Daten geliefert hatte.Bei "Swift" handelte es sich um ein unbemanntes Himmelsobservatorium, das mit drei Teleskopen ausgestattet war.
Es war 2004 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus ins All gebracht worden und hatte seitdem sogenannte Gammablitze untersucht, also gewaltige Energieausbrüche im Universum. Der Satellit befand sich zwar in gutem Zustand, geriet jedoch unter anderem wegen starker geomagnetischer Stürme, die durch Sonnenausbrüche ausgelöst wurden, ins Taumeln.Wegen der zentralen Bedeutung der von "Swift" gelieferten Forschungsdaten hatte sich die NASA kurzfristig für eine beispiellose Rettungsmission entschieden.
Anfang Juli schickte sie das unbemannte Schleppraumschiff "Link" von einem Atoll der Marshallinseln im Südpazifik aus zu der Mission. Das rund 400 Kilogramm schwere Raumschiff mit drei Roboterarmen sollte sich dem Forschungssatelliten nähern und ihn in seine ursprüngliche Umlaufbahn zurückbringen. Dann jedoch trat ein Problem mit der Steuerung von "Link" auf, und der Rettungsversuch musste aufgegeben werden.





