FDP vor Parteitag: Kubicki sucht den Weg aus der Krise
Die FDP trifft sich heute zu einem digitalen Parteitag, um einen Weg aus der tiefen Krise nach zahlreichen Wahlniederlagen zu finden. Auch Parteichef Kubicki konnte den Abwärtstrend bislang nicht stoppen.
Die FDP kommt heute zu einem digitalen Parteitag zusammen, nachdem sie nach vielen Wahlniederlagen in einer tiefen Krise steckt. Der neue Vorsitzende Wolfgang Kubicki konnte daran bislang nichts ändern. Generalsekretär Martin Hagen erinnert im Gespräch mit dem ARD-Hauptstadtstudio daran, dass der letzte echte Erfolg die Bundestagswahl 2021 war, und zeigt sich überzeugt, dass die Partei 2027 nach fünf Jahren Durststrecke wieder Wahlen gewinnen wird.Die Vorbereitung auf das kommende
Jahr mit fünf Landtagswahlen ist eines der Themen des Parteitags. Seit dem Bruch der Ampel-Koalition im November 2024 kommt die Partei nicht zur Ruhe. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 erhielt die FDP nur 4,3 Prozent und ist seither nicht mehr im Bundestag vertreten. Nach dem Rücktritt von Christian Lindner übernahm Christian Dürr den Vorsitz, scheiterte aber bereits im Frühjahr 2026 nach Niederlagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.Beim Parteitag im Mai kam es zur
Kampfkandidatur zwischen Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die Kubicki mit knapp 60 Prozent für sich entschied. Strittig war vor allem der Kurs gegenüber der AfD: Kubicki vertrat das Motto Abgrenzung statt Ausgrenzung, Strack-Zimmermann warnte, damit gewinne man keine Stimmen von der AfD zurück. Der erhoffte Kubicki-Effekt blieb bislang aus. Im September erhielt die FDP in Sachsen-Anhalt nur 2,6 Prozent, in Berlin 2,5 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern 1,0 Prozent.





