Reaktionen auf Janoschs Tod: Er machte "Kindern Mut zum Träumen"
Nach dem Tod von Janosch im Alter von 95 Jahren ist die Anteilnahme groß. Bundespräsident Steinmeier würdigte den Kinderbuchautor als Lebensbegleiter, dessen Figuren Kindern weltweit Mut zum Träumen gemacht hätten.
Der Kinderbuchautor und Illustrator Janosch, mit bürgerlichem Namen Horst Eckert, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Seine Figuren wie der kleine Tiger und der kleine Bär prägten die Kindheit von Millionen Menschen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte ihn als "Lebensbegleiter wie nur wenige andere Autoren und Zeichner" für ungezählte Kinder und Erwachsene. Janoschs Figuren hätten Kindern auf der ganzen Welt "Mut zum Träumen" gemacht, erklärte Steinmeier.Sein
Tübinger Verleger Bernhard Feil erinnerte sich, Janosch habe gar nicht Abermillionen Menschen erreichen wollen. Vor allem habe er Frieden für sich selbst gesucht und den Menschen ihre verpasste Kindheit zurückgeben wollen, spielerisch und verständlich. Seine eigene Kindheit in Oberschlesien bezeichnete Janosch später oft als "Hölle". Neben der Armut der Familie habe ihm ein strenger Pfarrer Angst vor Gott gemacht, der Vater sei ein gewalttätiger Alkoholiker gewesen.1978 gelang
ihm mit "Oh, wie schön ist Panama" der Durchbruch, wofür er mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bezog sich auf diese Abenteuergeschichte und erklärte, solche Geschichten hätten gezeigt, dass das wahre Glück oft im vermeintlich Kleinen liege, in Freundschaft und Freiheit. Katrin Hartmann, Cheflektorin des Beltz-Verlages, sagte, Janoschs Figuren seien unangepasst und widerspenstig und stellten gesellschaftliche Erwartungen in Frage.





