Janosch: »Die Olchis«-Schöpfer Erhard Dietl dichtet zum Abschied von Horst Eckert
Erhard Dietl, Schöpfer der Olchis, ehrt den verstorbenen Janosch mit einer Zeichnung und einem Gedicht. Er nennt ihn ein Vorbild in Lässigkeit, Fantasie und Anarchie.
Erhard Dietl, 73 Jahre alt, illustriert seit 1983 Kinderbücher. Im Jahr 1990 veröffentlichte er sein erstes Buch über die Olchis mit dem Titel »Die Olchis sind da«. Die Olchi-Familie lebt auf der Müllkippe von Schmuddelfing. Diese grünen Wesen mögen alles, was Menschen eklig finden, und haben nie Bauchschmerzen. Wie ihn das Werk und die Art seines Kollegen Janosch inspiriert haben, zeigt Dietl nun in einer Zeichnung und einem Gedicht zu Ehren des in dieser Woche Verstorbenen.In
seinem Gedicht wendet sich Dietl direkt an Janosch: »Mensch Janosch, was soll ich noch sagen? Für mich warst du ein Vorbild in deiner Lässigkeit, deiner Unbeschwertheit, deiner Fantasie und Anarchie, deinen wunderbaren Welten und dem lockeren Strich. Jetzt bist du vorausgegangen und wirst uns allen fehlen. Vielleicht kannst du irgendwann kurz runterkommen auf ein letztes Glas Wein? Das kann doch für dich nicht so schwierig sein.« Mit diesen Worten drückt Dietl seine Bewunderung und
seinen Abschiedsschmerz aus.Die Hommage zeigt, wie sehr Janosch die Kinderbuchszene geprägt hat. Dietls Olchis, die seit 1990 auf der Müllkippe von Schmuddelfing leben, sind ein Beispiel für die fantasievolle und anarchische Art, die er an Janosch schätzt. Weitere Hommage-Beiträge für Janosch sind an anderer Stelle zu sehen. Dietl verbindet mit seinem Beitrag persönliche Erinnerungen und künstlerische Wertschätzung für einen Kollegen, der ihm in Lässigkeit und Fantasie Vorbild war.





