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Katastrophenübung: Was wäre, wenn eine Dürre Deutschland lahmlegt?
Gesellschaft

Katastrophenübung: Was wäre, wenn eine Dürre Deutschland lahmlegt?

Bei der Katastrophenschutzübung LÜKEX haben 180 Organisationen ein Dürre- und Hitzeszenario mit bis zu 45 Grad durchgespielt. Ziel ist es, das Krisenmanagement für den Ernstfall zu verbessern.

Bei der Katastrophenschutzübung LÜKEX haben 180 Behörden von Bund und Ländern, Hilfsorganisationen und Betreiber Kritischer Infrastruktur drei Tage lang dezentral ein Dürre- und Hitzeszenario erprobt. Angenommen wurde, dass es seit Jahren zu wenig geregnet hat, Flüsse kaum Wasser führen, der Grundwasserspiegel gesunken und Trinkwasser knapp ist, während die Temperaturen wochenlang über 40 Grad liegen.Die Übung fand ausschließlich an den Monitoren der beteiligten Organisationen statt,

vorbereitet wurde sie drei Jahre lang vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium. BBK-Präsidentin Grit Tüngler betonte, in einer Zeit zunehmender Extremwetterereignisse sei es entscheidend, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten und die Strukturen zu stärken. Markus Reichstein vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena verwies auf die größte Gefahr: Kettenreaktionen.Hitze bewirke Trockenheit und begünstige Waldbrände, deren Rauch die Luftqualität verschlechtere und die Gesundheit belaste.

Dürre führe zu Ernteausfällen und steigenden Lebensmittelpreisen, Niedrigwasser nehme der Industrie Transportwege auf Flüssen und zwinge Energieunternehmen wegen fehlendem Kühlwasser zur Drosselung. So entstehe aus einem Klimaextrem eine systemische Krise. BBK-Sprecherin Maren Kebbel erklärte, das Szenario lehne sich an reale Gegebenheiten an, spitze diese aber zu, damit alle Organisationen ihre Reaktionsmechanismen testen könnten.

Redaktion Netzwerte 07.11.2026
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